"formlos - Kunst nach 1945"

Ausflug der Klasse 2a zur Ausstellung „formlos – Kunst nach 1945“ in der Jungen Kunsthalle am Freitag, 29. April
Einmal nicht in der Schule sitzen zu müssen, einen Ausflug mit der ganzen Klasse zu unternehmen und mit Bus und Bahn unterwegs zu sein, ist ja ganz schön und lohnt sich auf jeden Fall. Aber das Ziel?

Eine Kunstausstellung mit dem Namen „formlos“ in der Jungen Kunsthalle? Ein paar Bilder in zwei Räumen, auf denen man nur Farben und nicht mal „richtige“ Formen erkennen kann? Bestimmt wäre ein anderes Ausflugsziel viel netter gewesen...
Ja, und dann war es doch richtig toll!
Nachdem wir uns die beiden Räume in der Jungen Kunsthalle alleine anschauen durften, wurden wir in vier Gruppen eingeteilt und jede Gruppe zog aus einem „Überraschungskorb“ einen Gegenstand. Nun suchte sich jede Gruppe zu dem Gegenstand ein passendes Bild. Unsere Gedanken und Ideen dazu stellten wir anschließend der ganzen Klasse vor. Die beiden Museumspädagoginnen, die uns den Vormittag in der Jungen Kunsthalle betreuten, erzählten uns anschließend noch etwas zu dem jeweiligen Maler oder zu dem Bild. So betrachteten wir also vier Kunstwerke ganz genau.
Das Tollste kam aber jetzt:
Im Obergeschoss der Jungen Kunsthalle gibt es speziell für diese Ausstellung fünf Ateliers, das sind Arbeitsräume für Künstler. Und so fühlten wir uns auch, nachdem wir Malkittel angezogen hatten. Wir durften aussuchen, wo wir malten und womit wir malten. Und wir durften ganz viel ausprobieren und experimentieren.
Da gab es Besen, Wischer, Spachtel, Scheibenwischer, Rakel, Malerrollen und Pinsel aller Art. Es gab Acrylfarbe, Kohle, Kreide, Kleister.
Und es gab witzige Konstruktionen um Farbe zu Papier zu bringen, z.B. ein Katapult, mit dem Farbbecher abgeschossen werden konnten, Kinderkreisel mit anmontierten Pinseln, Bohrmaschinen mit „Pinselaufsatz“ und vieles mehr.
Es hat so viel Spaß gemacht, dass wir es alle sehr schade fanden, als wir nach drei Stunden unsere Arbeiten beenden und wieder aufbrechen mussten.